Wie baue ich ein Hochbeet?

Im Frühjahr standen Herr W. und ich vor der Frage, was wir mit dem alten Komposter (ca. 2,60m x 1,50m) auf dem neuen Grundstück machen. Dieser war sehr massiv und bestand aus dicken Holzbohlen und Eckpfeilern aus Metall inkl. einem ca. 1 m tiefen Fundament, wie uns der Nachbar wissen ließ. Mein Plan eines verschiebens des Komposters hatte sich damit erledigt. Da ich aber schon immer ein Hochbeet haben wollte, entschlossen wir uns für einen Umbau des Komposters.

Neben den offensichtlichen Vorteilen, wie einfacheres Gärtnern ohne sich zu bücken, frühere und längere Pflanzzeiten sowie geringeren Schädlingsbefall (z.B. Schnecken), war das Hochbeet für uns auch die ideale Lösung um die beim Umbau entstandenen Gartenabfälle zu „entsorgen“.

Der alte Komposter.
Der alte Komposter.

Erst einmal wurde der gesamte Komposter abgebaut (naja, bis auf die Eckpfeiler…die wurden wohl für die Ewigkeit einbetoniert) und die verwitterten Holzbohlen von den intakten getrennt. Der gute Kompost wurde zur Seite geschaufelt, den konnten wir ja noch gebrauchen.

Da die ehemalige Grundstücksgrenze u.a. auch aus Steinplatten bestand, mussten wir diese irgendwo unterbringen. Also wurden die Steine mosaikartig auf dem Boden des ehemaligen Komposters verteilt (eine geschlossene Fläche hätte das Abfließen von Regenwasser verhindert, zumal die Seitenwände noch verkleidet wurden).

Im nächsten Schritt wurden auf jeder Seite die ersten zwei Bohlen eingesetzt, um an diesen den Kaninchendraht zu befestigen, der auf dem Boden des Hochbeets ausgelegt wurde (ein Elektrotacker erleichtert die Arbeit ungemein). Wir hatten zwar bereits das „Steinmosaik“ als Mäuseschutz, aber wir wollten sicher gehen, dass sich wirklich keine Maus an unserem Gemüse vergeht. Anschließend wurden die restlichen Bohlen wieder angebracht, wir hatten sogar so viele Bohlen übrig, dass das Hochbeet in zwei Bereiche aufgeteilt werden konnte (so konnten wir auch Pflanzen, die nicht zueinander passen, in einem Hochbeet anpflanzen). Wir haben die kurzen Seiten des Beets verschraubt und die langen Seiten nur eingeschoben, so können wir in ca. 5 Jahren, wenn ein vollständiger Erdaustausch notwendig wird, diese Seiten einfach rausheben um besser Schaufeln zu können.

Die dicken Holzbohlen waren an sich schon sehr witterungsbeständig (immerhin stand der Komposter bereits seit gut 50 Jahen), aber da sie zukünftig immer mit der feuchten Erde in Kontakt gekommen wären, entschlossen wir uns dazu vorsichtshalber alle Seitenwände mit Teichfolie auszukleiden (auch hier: es lebe der Elektrotacker).

Abschließend folgte der Aufbau der Schichten des Hochbeets. Dabei hielten wir uns an folgende Reihenfolge:

1. Schicht: gröbere Äste und Zweige (Baumschnitt),

2. Schicht: umgedrehte Grasnarben/Grassoden,

3. Schicht: unverrottete/gröbere Komposterde,

4. Schicht: fertige Komposterde und normale Gartenerde im Verhältnis 1:1.

Das fertige Hochbeet. Die ersten Erdbeerpflanzen.

Anschließend konnte losgepflanzt werden!

Eure Betty
(die natürlich den Anfängerfehler begangen hat und viel zu viel angepflanzt hat)

Viel zu voll...
Viel zu voll…aber schön 🙂

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